Erziehung zur Nachhaltigkeit
Grundlegende Aspekte
Es passiert einem immer wieder selbst, dass man Geräte nicht ausschaltet, den Abfall nicht richtig trennt oder kurze Strecken mit dem Auto zurücklegt. Es ist ein harter Kampf mit dem inneren Schweinehund und meistens siegt die Bequemlichkeit. Doch der Mensch ist von seinem Wesen her ein Gewohnheitstier! Nachhaltiges Handeln kann erlernt, ja sogar antrainiert werden.
Je älter ein Mensch wird, desto schwieriger wird dieser Lernprozess. Daher ist es von größter Bedeutung, Kinder zu nachhaltigem Handeln zu erziehen. Kinder suchen sich Vorbilder, meist sind dies die eigenen Eltern. Sie trennen ihren Abfall, weil sie das von ihren Eltern so gelernt haben. Beim Zähneputzen wird das Wasser abgestellt, weil das in der Familie so gemacht wird. Den Fernseher vorm Schlafengehen aus dem Stecker ziehen, weil der Papa das auch immer macht. Nachhaltiges Handeln muss zu einer Angewohnheit werden, dies hilft der Umwelt und spart zugleich jede Menge Geld.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr
Eine solche Erziehung zum nachhaltigen Handeln darf jedoch nicht auf Angst oder Schuldzuweisungen aufgebaut sein, nach dem Motto tu dies oder jenes, da sonst die Erde untergeht. Vielmehr geht es darum, den Kindern die Bedeutung eines nachhaltigen Handelns zu vermitteln. Ein Schulfach „Nachhaltigkeit" wäre daher mehr als angebracht. Denn das, was man in der Kindheit lernt, begleitet einen durchs ganze Leben und bestimmt das zukünftige Handeln.
Achtung Verwechslungsgefahr!
Im Zusammenhang mit der Schulpädagogik hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit im Laufe der Zeit von seinem ursprünglichen Kontext losgelöst. Heute spricht man von gutem Lehren und Lernen innerhalb und außerhalb der Schule. Nachhaltiges Lernen, also weg vom „Kurzzeitlernen", hin zu einem dauerhaften Einprägen des Lehrstoffs ist das neue Ziel.Erreicht werden soll dies durch Selbstständigkeit, Differenzierung, Veranschaulichung und Ganzheitlichkeit in der Schulpädagogik. Dies ist zweifelsohne der richtige Weg bei der Vermittlung von Wissen, sollte jedoch nicht mit dem Prinzip des nachhaltigen Handelns verwechselt werden.

















