Recyclingcenter
Recycling
Die Rückführung von gebrauchten Materialien in den Produktionsprozess wird als "Recycling" bezeichnet. Man gewinnt also aus Abfällen neue Rohstoffe. Zum Recycling gehören Abläufe wie sortieren, sammeln, aufbereiten und verwerten. Um wieder als hochwertiger Rohstoff zu dienen, muss der Müll nach Materialien getrennt werden.
Recycling sollte immer in einem angemessenen Verhältnis zum Aufwand an Arbeit, Mitteln und Energie stehen, der für die Wertstoffgewinnung benötigt wird. Die Recyclingkosten setzten sich aus den Kosten für die Trennung und Aufbereitung sowie die Deponie- oder Müllverbrennungskosten für die nicht verwertbaren Materialien zusammen.
Neben dem Schutz der Umwelt ist Recycling auch ein Millionengeschäft. Vor allem das Recyclieren von Metallen und Glas lohnt sich finanziell. Mit steigendem Ölpreis wird das Recycling von Kunststoffen ebenfalls immer gewinnbringender, denn Plastik ist nichts anderes als umgewandeltes Rohöl.
Um möglichst viele Materialien zu recyceln, trat am 1. Dezember 1993 die großherzogliche Verordnung bezüglich „der Errichtung, Organisation und Verwaltung von Recyclingzentren für die Sammlung und Trennung unterschiedlicher Materialien aus dem Hausmüll und Sperrmüll" (Règlement grand-ducal du 1er décembre 1993 relatif à l'aménagement et à la gestion des parcs à conteneurs destinés à la collecte sélective de différentes fractions des déchets ménagers, encombrants ou assimilés) in Kraft.
Diese Verordnung schreibt vor, dass jede Gemeinde in Luxemburg auf ihrem Territorium ein sogenanntes „Recyclingcenter" einrichten oder die Mülltrennung in einer gleichwertigen Art und Weise gewährleisten muss. Die Gemeinden konnten dies alleine tun oder sich zu mehreren zusammenschließen. Durch diese Verordnung entstanden in Luxemburg drei Syndikate, in denen sich Gemeinden zusammengeschlossen haben, um die Verordnung umzusetzen. Solche Syndikate gab es jedoch auch schon vor dieser Verordnung, so z. B. das SIDEC, welches 1972 gegründet wurde.
Bei einem Recyclingcenter handelt es sich um eine sogenannte Bringsammlung, bei der die Einwohner ihren Abfall zu einer Sammelstelle bringen und ihn dort trennen. Neben der Bringsammlung gibt es die Holsammlung (einmal in der Woche die Müllabfuhr, einmal im Monat das Papier usw.), bei der der Abfall vor der Haustür abgeholt wird.

SIDEC
B.P. 91
L-9201 Diekirch
sidec@pt.lu
Tel.: 808983
Fax: 803797
SIGRE
L-6925 Buchholz/Muertendall
Tel: 77 05 99-1
Fax: 77 05 99-33
SIDOR
Rue de Bettembourg
L-3346 Leudelange
sidor@pt.lu
Tel.: 37 81 04-1
Fax: 37 81 08B.P. 91
Hier einige Materialien, die in den meisten Recyclingparks angenommen werden.
- Papier (Zeitungen, Pappe udg.)
- Glas (Weißglas, Grünglas, Braunglas und Flachglas)
- Metalle (Eisenhaltige Metalle, Kupfer, Blei, Zink, Zinn und Aluminium)
- Kunststoffe (Plastikfolien, PVC, PET, Styropor, Plastikbecher udg.)
- Inertabfälle (Erdaushub, Bauschutt und Beton)
- Textilien
- Altreifen
- Grünabfälle
- Elektro- und Elektronikschrott (Fernseher, Mixer, Kühlgeräte, Gefriertruhen udg.)
- Holzabfälle
- Verpackungen
- Sondermüll (Chemische Mittel, Medikamente, Lacke, Batterien, Öl, Pflanzenschutzmittel udg.)
Es gibt auch Materialien, bei der die Entsorgung kostenpflichtig ist. Welche Materialien und Stoffe dies sind, welche Materialien zusätzlich angenommen werden und wie die Öffnungszeiten sind, können Sie bei ihrem Syndikat in Erfahrung bringen.
Die Recyclingcenter in Luxemburg:


















