Siegel & Zertifikate

Seigel und Zertifikate, eine echte Hilfestellung

Im Bereich Wohnen gibt es unterschiedliche Siegel, mit denen Produkte aufgrund von gesundheitlichen, ökologischen oder sozialen Kriterien ausgezeichnet werden können. Im Folgenden sind einige von ihnen beschrieben.

Der Blaue Engel

Eines der bekanntesten Umweltzeichen ist der Blaue Engel. Als weltweit ältestes Zeichen wird er seit 1978 vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. für eine große Anzahl von Produkten aus den verschiedensten Bereichen vergeben.

Das Kürzel RAL steht noch für den ursprünglichen Namen des Instituts „Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen", das 1925 von der Privatwirtschaft und der damaligen Regierung der Weimarer Republik gegründet wurde.

Im Wohnbereich werden schadstoff- und emissionsarme Materialien wie Wandfarben, Bodenkleber, Bodenbeläge, Lacke oder Holzwerkstoffe ausgezeichnet. Der Blaue Engel fördert die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung für Möbel, Böden oder Werkstoffe sowie den Einsatz von Altpapier bei der Produktion von Tapeten.

Außer der grundlegenden Information, dass die ausgezeichnete Ware aus einer vergleichsweise umweltschonenden Herstellung stammt, wird auf dem Zeichen das wesentliche Kriterium für die jeweilige Vergabe angegeben, z.B.:

  • Der Blaue Engel, weil emissionsarm
  • Der Blaue Engel, weil energieffizient
  • Der Blaue Engel, weil ressourcenschonend

DER BLAUE ENGEL

Die Kriterien werden vom deutschen Umweltbundesamt entwickelt und ihre Einhaltung von einer neutralen Stelle überprüft. Die Entscheidungen über die Vergabe des Zeichens trifft eine unabhängige Experten-Jury. Das Zeichen gilt für drei Jahre, danach muss die Nutzungslizenz für das jeweilige Produkt erneuert werden.

Beim Umweltzeichen Blauer Engel sind nur wenige Stoffe komplett verboten. So gibt es für synthetische Weichmacher Grenzwerte von 1gr/l, während beispielsweise Kunstharze erlaubt sind. Der Blaue Engel setzt hingegen auf Informationen für den Verbraucher, dem dadurch ökologisch bessere Alternativen aufzeigt werden sollen, die z. B. auch den Nachhaltigkeitsaspekt Langlebigkeit erfüllen.

www.blauer-engel.de

Europäisches Umweltzeichen (Euro-Blume, Eco-Label)

EuroblumeDie Euro-Blume wird für Farben, Lacke und Lasuren vergeben, die im Vergleich zu ähnlichen Produkten als umwelt- und gesundheitsschonender bewertet werden. Für die Vergabe durch nationale Stellen werden die Umwelt-Auswirkungen wie Emissionen und Energieverbrauch in allen „Lebensbereichen" des Produkts (Herstellung, Nutzungsphase, Entsorgung) überprüft. Dabei stehen neben der Gebrauchstauglichkeit auch verbotene bzw. begrenzt erlaubte Substanzen und die Angaben für Verbraucher im Fokus. Von der EU als „giftig", „sehr giftig", „krebserregend" oder ähnlich eingestufte Stoffe dürfen nicht verwendet werden.

Das Eco-Label für Farben, Lacke und Lasuren gilt für drei Jahre. Die Kriterien, die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehen, werden vom AUEU (Ausschuss für das Umweltzeichen der EU) erstellt und ihre Einhaltung von einer unabhängigen Stelle überprüft.

www.eco-label.com

eco-INSTITUT-Label

eco-INSTITUTDieses Label wird von dem unabhängigen eco-INSTITUT vergeben, das seinen Fokus auf die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte legt. Im eigenen Labor werden unter anderem Holzfußböden, Laminat, Holzwerkstoffe sowie Beschichtungs- und Klebstoffe auf Emissionen und bestimmte Schadstoffe untersucht. Für den Kunden müssen die verarbeiteten Stoffe alle auf dem Produkt deklariert sein, tropische Hölzer dürfen nur verwendet werden, wenn sie aus FSC-zertifizierten Produktionen stammen.

Die Kriterien werden vom eco-INSTITUT entwickelt, wobei es sich vorwiegend um Verbote und Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe handelt

Bis August 2007 wurden zwei unterschiedliche Label vergeben. Bei dem Zertifikat „Ökologische Produktprüfung" stand eine günstige Energiebilanz und ein hoher Anteil nachwachsender Rohstoffe im Vordergrund, während Produkte mit dem Zertifikat „emissionsarm schadstoffgeprüft" keine ökologischen Kriterien erfüllen mussten.

Heute werden Bauprodukte, die bis 2007 das Siegel „Ökologische Produktprüfung" erhalten hätten, mit dem natureplus-Label ausgezeichnet

www.eco-institut.de

natureplus

natureplusnatureplus ist ein europäisches Qualitätszeichen und soll dazu beitragen, die Entwicklung im Baugewerbe öklogisch nachhaltiger zu gestalten. Vergeben wird dieses Zeichen vom Internationalen Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen „natureplus e.V.", dem neben Umweltverbänden wie WWF unter anderem auch Prüflabore, Hersteller und Händler angehören. Die festgeschriebenen Kriterien werden von unabhängigen Laboren geprüft und beziehen sich vor allem auf den Umwelt- und Gesundheitsschutz. Die Richtlinien gelten für den gesamten Lebenszyklus der Produkte und umfassen Kriterien wie die Schonung endlicher Ressourcen, einen geringen Energieverbrauch bei der Produktion, geringe Emissionen während der Herstellungs- und Nutzungsphase sowie die Gebrauchstauglichkeit.

Ausgezeichnet werden Produkte wie Bodenbeläge aus Holz und Linoleum, Oberflächenbeschichtungen sowie Farben und Lacke. Diese müssen zu einem überwiegenden Anteil aus nachwachsenden oder naturschonend gewonnenen Rohstoffen bestehen und Grenzwerte für gesundheitlich bedenkliche Stoffe einhalten. Zudem müssen alle eingesetzten Stoffe deklariert werden.

Das natureplus-Siegel ersetzt einige nationale Umweltsiegel wie die deutschen Zeichen von TÜV-SÜD und dem ECO-Institut (Zertifikat „Ökologische Produktprüfung").

www.natureplus.org

FSC Forest Stewardship Council

FSC LogoDie Zertifizierung von Holz und Holzprodukten mit dem FSC-Siegel garantiert den Kunden, dass der Rohstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, bei der sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte eine Rolle spielen. Die Qualität bzw. ökologische oder gesundheitliche Kriterien des Endprodukts haben für die Vergabe des Zertifikats keine Bedeutung.

Die Kriterien von FSC beziehen sich neben dem Umwelt- und Artenschutz auch auf Besitz- und Nutzungsansprüche, Beziehungen zur lokalen Bevölkerung und die Betriebwirtschaftlichkeit. So werden naturnahe, strukturreiche Wälder angestrebt, die sich natürlich verjüngen und trotz Nutzung ihre ökologischen aber auch sozialen Funktionen erfüllen können.

Pestizide sind ebenso verboten wie Monokulturen und Kahlschläge und bei der Bewirtschaftung ist auf den Schutz von Bestand und Boden zu achten. Den Arbeitern müssen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten geboten sowie ausreichende Arbeitssicherheit gewährleistet werden. Zudem sind die Waldnutzungsrechte der lokalen Bevölkerung wie beispielsweise das Betretungsrecht anzuerkennen. Die Kontrollen auf die Einhaltung der Kriterien werden von akkreditierten unabhängigen Büros übernommen.

Um eine Vermischung mit nicht zertifizierten Hölzern zu vermeiden und die Rückverfolgbarkeit der Produkte zu gewährleisten, sind auch für die Weiterverarbeitung und den Transport strenge Regeln einzuhalten. So muss die gesamte Produktionskette zertifiziert werden, wobei die Herstellungsprozesse sowie die Warenein- und -ausgänge jährlich überprüft werden.

Es werden drei verschiedene Siegel unterschieden:

  • FSC Pure: Produkte aus 100 % FSC-Holz
  • FSC Mix: Produkte bestehen aus FSC-Holz und Holz aus kontrollierten anderen Quellen bzw. Recyclingmaterial
  • FSC Recycling: Produkte bestehen aus Recyclingmaterial, das die Wälder entlastet

Über 100 Mio ha Wald auf der ganzen Welt sind FSC-zertifiziert, das entspricht etwa 7 % der weltweit genutzten Waldfläche.

Das Forest Stewardship Council wurde 1993, ein Jahr nach der berühmten Konferenz „Umwelt und Entwicklung" in Rio de Janeiro, gegründet und hat eine vollständig nachhaltige Entwicklung von Wäldern zum Ziel. Es handelt sich um eine internationale Organisation, die in einzelnen Ländern durch Arbeitsgruppen unterstützt wird. Diese passen die 10 weltweit gültigen Prinzipien und 56 Kriterien an die jeweiligen nationalen und regionalen Begebenheiten an und sind für die Zertifizierungen der Betriebe zuständig. In Luxemburg werden diese Aufgaben vom Verein „FSC Lëtzebuerg asbl" übernommen, der sich aus Waldbesitzern, Umweltorganisation, Gewerkschaften und Sozialverbänden zusammensetzt. In diesem Verein können alle interessierten Personen Mitglieder werden. Voraussetzung ist die Empfehlung von zwei Vereinsmitgliedern.

www.fsc.org

PEFC

PEFC LogoWie das FSC-Siegel auch, sagt das PEFC-Zeichen auf Holzprodukten nichts über die gesundheitliche oder ökologische Qualität des Endprodukts aus. Es handelt sich alleine um die Garantie, dass der verwendete Holzrohstoff aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, in denen neben ökologischen auch soziale und ökonomische Kriterien eingehalten werden müssen.

Der Unterschied zwischen den beiden Zertifizierungssystemen ist, dass die Kriterien für die Verwendung des ursprünglich europäischen PEFC-Siegels, nicht nur national sondern regional angepasst werden. Dies vereinfacht die Zertifizierung, macht sie kostengünstig und damit auch für kleine Betriebe rentabel.

In Luxemburg müssen in den Betrieben unter anderem Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt ergriffen werden. Dazu gehören auch das Anlegen von Waldinnen- und -außenrändern und die Erhaltung von stehendem und liegendem Totholz im Bestand. Zu den ökonomischen Kriterien zählen beispielsweise die Erzeugung hoher Holzqualitäten sowie angepasste Durchforstungen zur Stabilisierung der Bestände. Die Betriebe verpflichten sich gegenüber ihren Mitarbeitern die arbeitsrechtlichen Bestimmungen und Tarifvereinbarungen einzuhalten und ihnen angemessene Aus- und Fortbildungen zu ermöglichen. Die Öffentlichkeit muss die Möglichkeit haben die Erholungsfunktion des Waldes nutzen zu können. Die zertifizierten Betriebe werden von unabhängigen Gutachtern auf die Einhaltung der Kriterien überprüft.

Die für Luxemburg geltenden Standards sind als Technische Anweisungen abrufbar.

Heute werden bereits etwa 210 Mio ha Wald nach den Richtlinien von PEFC bewirtschaftet.
Das PEFC-Council wurde 1999 im Zuge der Nachbereitungen des Umwelt-Gipfels in Rio de Janeiro von europäischen Waldbesitzerverbänden und Vertretern der Holzwirtschaft als unabhängige, gemeinnützige und nicht-politische Organisation gegründet.

Die Kriterien beruhen auf denen, die die Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa nach der Umwelt-Konferenz erarbeitet hat. Es handelt sich dabei um speziell an die europäischen Begebenheiten angepasste Richtlinien. Mittlerweile haben sich jedoch auch außereuropäische Gremien angeschlossen, so dass der ursprüngliche Name „Pan-European Forest Certification Council" 2003 in „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes" geändert wurde.
Die Kriterien werden in den einzelnen Ländern von nationalen Gremien an die regionalen Gegebenheiten angepasst. In Luxemburg wurde 1999 damit begonnen die Rahmenrichtlinien des PEFC-Council für das Großherzogtum auszuarbeiten. 2002 wurde dann die Organisation PEFC Luxemburg asbl gegründet und 2005 erkannte der PEFC-Council das luxemburgische Zertifizierungssystem offiziell an.

Das PEFC-Siegel wird von Greenpeace als nicht glaubwürdig eingestuft. Hintergrund für diese Einschätzung ist eine Studie, bei der in Finnland eine zerstörerische Nutzung PEFC-zertifizierter Wälder festgestellt wurde.

www.pefc.lu

Naturland

NaturlandMit dem Naturland-Logo wird Holz zertifiziert, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und unter umweltschonenden Bedingungen verarbeitet wird. Die Vergabekriterien beziehen sich folglich auf den gesamten Produktkreislauf, vom Rohstoff über Trocknung und Verarbeitung bis zum Transport in den Handel. Dabei ist die Behandlung des Holzes mit Bioziden oder synthetischen Lagerschutzmitteln vollständig verboten. Während der Verarbeitung und später beim Transport wird auf energiesparende und müllvermeidende Methoden besonderer Wert gelegt. Bei der Holzfärbung dürfen nur lösungsmittelarme Anstriche verwendet werden, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden. Das verarbeitete Holz stammt aus Naturland- oder FSC-zertifizierter Forstwirtschaft, die das Ziel haben strukturreiche naturnahe Wälder zu erhalten. Stammt ein Teil des Holzes nicht aus Naturland-Anbau muss dies gekennzeichnet sein.

Die Kriterien werden von der Richtlinienkommission erarbeitet, die sich aus Vertretern unterschiedlichster Interessengruppen zusammensetzt und einmal jährlich von unabhängigen Stellen kontrolliert.

www.naturland.de

„Certificate of Quality"

Certificate of QualityDas rote T ist das Teppichsiegel der Europäischen Teppichgemeinschaft e.V. und wird an - schadstoff- und emissionsarme Teppiche vergeben, die aus umweltschonender Herstellung stammen. Neben den ökologischen und gesundheitlichen Kriterien werden die Teppiche von unabhängigen Instituten auch auf Gerüche und ihr Abnutzungsverhalten geprüft.
Wie viele andere Teppich-Gütesiegel auch schreibt das „Certificate of Quality" die Behandlung von Wollteppichen mit einem Mottenschutzmittel vor und schließt dabei das Nervengift Permethrin nicht aus.

Das Siegel wird nur an Teppiche vergeben, die bereits ein Umwelt-Label wie das GuT-Zeichen erhalten haben und damit das Kriterium „umweltschonende Herstellung" erfüllen.

Neben einer Abstufung von einem bis zu fünf Sternen, werden auf dem Zeichen weitere Angaben z.B. zum Beanspruchungsgrad oder zur Eignung von Bürostühlen und der antistatischen Eigenschaft gemacht. Zudem erhält jedes Zertifikat eine Kontrollnummer mit der die Prüfergebnisse online erfragt werden können

www.certificate-of-quality.com

GuT

GuTDas Umwelt-Zeichen der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V. fördert die ökologische Nachhaltigkeit des Produktkreislaufs Teppichboden. Teppiche, die mit diesem Siegel ausgezeichnet werden, stammen aus umweltschonenden Produktionen bei denen Kriterien wie die Vermeidung von Abfällen und der sparsame Umgang mit Rohstoffen erfüllt werden. Zudem dürfen keine FCKW eingesetzt und müssen Grenzwerte für leicht flüchtige organische Stoffe eingehalten werden. Auch bei Farb- und Hilfsstoffen gelten Verbote für bestimmte Inhaltsstoffe wie Blei, Quecksilber, Chrom oder Cadmium. Die Verwendung von Mottenschutzmitteln ist jedoch bei Teppichen mit einem Wollanteil von über 50 % vorgeschrieben, Permethrin ist nicht verboten.

Da das Ziel der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V. eine Optimierung des gesamten Produktkreislaufes ist, zählt zu den Kriterien auch die Möglichkeit den Teppich nach Gebrauch dem Recycling zuzuführen.

www.gut-ev.de

Toxproof-Siegel

Bei diesem vom TÜV-Rheinland vergebenen Siegel steht der Gesundheitsschutz im Vordergrund. Die ausgezeichneten Farben, Lacke und Bodenbeläge halten bezüglich Schadstoffemissionen bestimmte Grenzwerte ein. Geprüft werden lediglich die Endprodukte und dies durch halbjährliche Stichprobenkontrollen.

Die Kriterien werden vom TÜV-Rheinland festgelegt und ihre Einhaltung von unabhängigen Instituten überprüft. Neben Formaldehyd-Emissionen dürfen auch die Ausgasungen von leicht flüchtigen Komponenten wie Terpenen oder Benzol die Grenzwerte nicht überschreiten. Zudem gelten für einzelne Produktgruppen weitere schadstoffbezogene Kriterien.

Öko-Tex-Standard 100 „für textile Fußbodenbeläge"

Das Öko-Tex-Standard 100 Zeichen wird bereits bei den Siegeln und Zertifikaten unter der Rubrik Mode ausführlich beschrieben. Dieses Zeichen garantiert dem Verbraucher lediglich, dass der Schadstoffgehalt des Endprodukts unter bestimmten festgelegten Grenzwerten liegt. Für empfindliche oder auf Schadstofffreiheit Wert legende Kunden ist das Öko-Tex-Standard 100 Zertifikat nicht geeignet. Permethrin ist für die Erlangung des Siegels nicht grundsätzlich verboten.

Wollsiegel

Das Wollsiegel steht nur dafür, dass der Teppichflor aus reiner Schurwolle (link) besteht. Es werden keine Schadstoffprüfungen vorgenommen.

RUGMARK

RugmarkBei diesem Siegel stehen nicht die gesundheitlichen Auswirkungen für den Verbraucher oder ökologische Aspekte im Mittelpunkt, sondern faire Arbeitsbedingungen in der Teppichproduktion. Das Hauptziel von RUGMARK, einer internationalen, nicht kommerziellen Organisation, ist der Kampf gegen illegale Kinderarbeit. Teppiche, die das RUGMARK -Zeichen tragen, wurden von Kindern hergestellt, die schon mit jungen Jahren in Fabriken zum Lebensunterhalt der Familien beitragen müssen. Statt in der Teppichproduktion unter unwürdigen Bedingungen schuften zu müssen, ermöglicht RUGMARK Kindern eine Ausbildung und so eine Verbesserung der Zukunftsaussichten.

Neben der Abschaffung illegaler Kinderarbeit gehört die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Erwachsene zu den Zielen von RUGMARK. Die Kriterien beinhalten daher auch die Zahlung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne in den jeweiligen Ländern und einen angemessenen Gesundheitsschutz für die Arbeiter.

Die Hersteller müssen mit unangemeldeten Kontrollen durch unabhängige, einheimische Inspekteure rechnen.

Zudem fließt ein Teil des Verkaufspreises RUGMARK-zertifizierter Teppiche an soziale Projekte in den Produktionsländern.

Mithilfe von Seriennummern, die auf das Siegel aufgedruckt werden, kann der Produktionsweg der Teppiche über eine RUGMARK-Datenbank zurückverfolgt werden.

www.rugmark.de